Deutsche befürchten Datenmißbrauch

13.11.2013 20:03

Wenn es um die Aufzeichnung ihrer privater Daten geht, beziehen die Internetnutzer in Deutschland eine klare Position: Eine Beobachtung ihrer Person akzeptieren sie nur dann, wenn ihre Anonymität gewährleistet ist.

Mit einer Überwachung aus Sicherheitgründen können fast 70 Prozent leben: Sie finden es gut, dass es immer mehr öffentliche Sicherheitseinrichtungen, wie Überwachungskameras, gibt, weil sie sich dadurch sicherer fühlen. Das ergab die Studie "Daten & Schutz 2013" des GfK Vereins.

Etwa die Hälfte der Befragten akzeptiert auch, dass mit der Nutzung des Internets einem gewissen Grad an Überwachung ausgesetzt ist und dass dadurch ihr Datenschutz eingeschränkt wird. Eine Aufzeichnung der privaten Kommunikation am Telefon oder im Internet missbilligen jedoch fast70 Prozent. Auch, wenn dadurch Verbrechen verhindert werden könnten.

Auf noch mehr Ablehnung stößt die ungefragte Verwendung persönlicher Daten für Werbezwecke, auch bei kostenfreien Online-Diensten und -Spielen. Mehr als 60 Prozent wollen im Internet keine auf sie zugeschnittene, personalisierte Werbung.

Auf die Unterstützung der Politik beim Schutz der Privatsphäre zählen die Befragten dabei nicht: Nur rund ein Viertel ist der Meinung, dass die Bundesregierung genug tut, um die Daten der Bürgerinnen und Bürger zu schützen.

Weitere Informationen:
http://www.presseportal.de/meldung/2596434